Mai 24 2008
Schienenherstellung
Die Herstellung einer Original Eisenbahnschiene
Nach dem das Eisenerz im Hochofen geschmolzen ist, wird das flüssige Roheisen nach dem Abstich von der Schlacke getrennt. Danach wird das Roheisen in das Stahlwerk befördert. Dort kommt es zur Roheisen- Entschwefelungsanlage. Wie der Name schon sagt wird dem Roheisen der Schwefel entzogen, denn Schwefel macht den Stahl spröde. In einer sogenannten Gießpfanne mit einem Fassungsvermögen von bis zu 240 Tonnen, kommt das Roheisen in das Oxygenstahlwerk. Erst hier wird aus dem Roheisen richtiger Stahl gemacht. Hier im Stahlwerk weiß man auch schon wofür der Rohstahl benötigt wird. Je nachdem, welche Qualitätsanforderungen gestellt sind, ob es später mal Bleche, Träger, Schienen oder Aufträge von Fremdfirmen sind, wird der Stahl durch Sauerstoffmengen und anderen Zuschlägen (z.b. Mangan, Kupfer, Chrom, usw.) voll automatisch und Rechner gesteuert, hergestellt. Zur Vergleichsmäßigung von Temperatur und Chemischen Zusammensetzung stehen Argonspülanlagen sowie Vakuumanlagen zur Reduzierung des Wasserstoffs Gehaltes und der Verbesserung der Oxidischen Reinheitsgrades zur Verfügung. Der Wasserstoff Gehalt im flüssigen Stahl wird soweit abgebaut, dass die Erzeugung flockenfreier Walzerzeugnisse sichergestellt ist.

1) Videokamera
2) Vakuum-Abgasleitung
3) Legierungszugabe
4) Graphit-Stabheizung
5) Vakuumgefäß
6) Argon Gas
7) Ein und Austrittstauchrohr
Gießpfanne
Nachdem der legierte Stahl fertig aufbereitet ist, wird er noch im flüssigen Zustand zur Stranggießanlage befördert. Dort wird der Schienenstahl in kontinuierlichen Strängen mit den Abmessungen von 265 x 385mm, bzw. 310 x 370mm gegossen. Zur weiteren Verbesserung des Gefüges sind alle Gießstränge mit elektromagnetischen Rühreinrichtungen versehen. Dadurch werden die hochwertigen innen und Oberflächenqualitäten der Vorblöcke sichergestellt. Die Vorblöcke werden noch während des Gießens und abkühlen mit der Brennschneidemaschine auf Länge abgetrennt.
Im Walzwerk werden die Rechteckblöcke durch Umformung zwischen zwei sich drehenden Walzen, in dem die Form des Produktes (man nennt es das Kaliber) eingeschnitten ist, gewalzt. Fertige Schienen lassen sich noch nicht im Stranggießverfahren herstellen, wegen der Festigkeit der Schienen. Neben den Stahltypischen Zuschlägen wird die Festigkeit auch durch das kneten und Umformen des Materials und somit auch durch das veränderte Gefüge im Stahl erreicht. Nachdem die Blöcke in dem sogenannten Hubbalkenofen auf Temperatur gebracht werden, werden sie in der Profil-Vorstrasse auf ein bestimmtes rechteckigen Maß herunter gewalzt. Dieses Maß ist der Anstich für die Profil-Fertigstrasse. Jedes Endwalzprodukt hat einen eigenen Anstich-Querschnitt, was mit der Kalibrierung, dem Profil und den einzelnen Stichen auf den Walzen zusammen hängt. In der Fertigstraße werden auf zwei Walzgerüsten, die zu walzenden Profile, darunter auch die Vignolschienen hergestellt. Vor- und Fertiggerüst bestehen aus je zwei Walzen die übereinander liegen. Diese werden dann über einen riesigen Elektromotor angetrieben. In den Walzen sind die einzelnen Stiche (Kaliber), die für die Herstellung einer Schiene benötigt werden, eingedreht worden. Schaut man zwischen den beiden Walzen hindurch erkennt man die einzelnen Kaliberstiche. Verfolgt man nun die einzelnen Stiche, sieht man wie der rechteckige Block durch weiteres Umformen in den einzelnen Kalibern zur fertigen Schiene geformt wird.
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