Jun 25 2008


M.Mueller

Der Anschnitt

Abgelegt 08:00 unter Gleisbau

Die früheren Bezeichnungen von Anschnitten charakterisiert deren Besonderheiten: “Halbeinschnitt und Halbdamm“. Bahntrassen an stark geneigten Hängen der Mittel- oder Hochgebirge werden häufig in dieser Form angelegt. Ein wichtiger Gesichtspunkt für die Entwicklung dieser Erdkörperkonstruktionen war die Schwierigkeit, große Erdmassen in diesen unwegsamen Regionen zu transportieren. Also löste man die Hälfte der benötigten Masse aus dem Hang heraus und benutzte diese anschließend zum Aufschütten des Halbdammes. Ideal wird dieses Verhältnis, wenn Aushub und Anschüttung massengleich sind. Doch auch ein geringfügiger Massenzutransport rechtfertigt das Anlegen von Anschnitten. Ist der anstehende Boden normal bindig, muss auch die Neigung des Aushubes in einer Neigung um 1 : 1,5 liegen. Nur bei felsigem Boden sind steilere Neigungen gerechtfertigt, es sei denn, man fängt den Hang wieder durch eine Stützmauer ab. Stützmauern oder Trockenmauern können auch an der Dammseite des Anschnittes angeordnet werden. Die Neigung von Trockenmauern beträgt 1 : 0,5 bis 1 : 0,2.

Der Anschnitt

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