Jun
06
2008

M.Mueller
Das Walzzeichen ist in 5 mm erhabener Form und 35 mm hoch im Schienensteg etwa alle 2,25 m bis 2,50 m eingewalzt. Die verschiedenen Schienengüten werden durch Strichsymbol im Bereich des Walzzeichens unterschieden. Das Walzzeichen beinhaltet außerdem das Werkzeichen des Herstellers, das Walzjahr und die Schienenform.

1= Hersteller (zum Beispiel THYSSEN DUISBURG “TSTG”, Voest Alpine Österreich “DO”
2= Stahlsorte (zum Beispiel R 260)
3= Herstellungsjahr (zum Beispiel 2002 -> 02)
4= Metergewicht
5= Schienenprofil z.B. UIC 60, S 54, S 49, R 65
Tags: Material, Schiene, Walzzeichen
Jun
05
2008

T.Schaeffer
Fastclip
Das System Fastclip ist eine schraubenlose Schienenbefestigung, welche die Verspannung von Schienen und Schwelle durch eine Spannklemme, als Clip bezeichnet, formschlüssig gewährleistet. Der Fastclip wurde Anfang der 90er Jahre entwickelt . Bis März 2004 wurden insgesamt über 14 Mio. Fastclips weltweit produziert und eingebaut. In Frankreich ist der Pandrol Fastclip inzwischen Regeloberbau für Neu- und Ausbaustrecken mit Betonschwellen.
Die Schulter besteht aus Sphäroguss und wird im Schwellenwerk in die Schwelle mit eingegossen. Der Fastclip wird zusammen mit dem Clip Isolator in die Schulter geschoben, zur Schienenseite wird auf die Schulter der Seitenwandisolator gesteckt.
Die Schulter stellt mit den beiden Enden des Clips eine formschlüssige Verbindung dar und rastet in dieser Position ein. Der Clip bringt dabei eine Anpresskraft von bis zu 12,5 kN auf den Schienenfuß auf. Die auf der Schwelle liegende Zwischenlage wird durch die beiden Seitenwandisolatoren zusätzlich gehalten. Somit können alle Bauteile beim Transport auf der Schwelle verbleiben. Die Isolatoren aus Kunststoff sorgen dafür, dass kein metallischer Kontakt zwischen Schiene und Clip auftritt, da der Gussanker direkt im Beton vergossen ist und keine Isolierung an dieser Stelle möglich ist.
Wer kennt noch verschiedene Arten von Schienenbefestigungsmitteln aus aller Welt? Schickt uns Eure Fotos mit Angabe wo diese Bauart verwendet wird! Danke!

Tags: Fastclip
Jun
04
2008

M.Mueller
Allgemeines
Brennschneidarbeiten für Schweißungen an Schienen dürfen nur von Mitarbeitern ausgeführt werden, die mit Erfolg die Ausbildung zum Brennschneider an Eisenbahnschienen abgeschlossen haben und sich mind. einmal jährlich einer Wiederholungsprüfung unterziehen.
Ausführung der Brennschnitte
Vor Ausführungen der Brennschnitte sind die Schienen im Bereich des Brennschnittes von Rost, Zunder und Schmutz zu säubern. Der Schneidbrenner muss senkrecht zur Schiene in einem Führungswagen liegen (gleichbleibender Abstand der Heiz- und Schneiddüse vom Schienenwerkstück). Die Brennschnitte können unter Benutzung einer Brennschneidlehre ausgeführt werden.
Handelt es sich um Schienen mit 880 N/mm² Mindestzugfestigkeit (verschleißfeste Schienen), so sind wegen des besonderen Werkstoffaufbaues die Schienen vor Beginn des Brennschneidens anzuwärmen. Beiderseits der vorgesehenen Brennstelle muss die Schiene auf 1m Länge gut handwarm (50°C) und auf einer Länge von 10 cm beiderseits des Schnittes auf mindestens 400 °C angewärmt werden. Dabei sollte der gesamte Schienenquerschnitt diese Wärme besitzen. Wird diese Vorwärmung nicht durchgeführt, so bildet sich an der Schnittfläche ein Härtegefüge (Martensitbildung), das beim Befahren der brenngeschnittenen Schiene zur Gefügetrennung und Rissbildung führt. Dadurch können Schienenkopfstücke bis zu einer Länge von 30 cm herausbrechen und Steglängenrisse von 1 m und mehr entstehen.
Die Schienen-Enden von Regel-Laschenstößen dürfen nicht brenngeschnitten sein. Außerdem ist das Herausbrennen von Löchern im Schienensteg zur Aufnahme von Laschenbolzen nicht zulässig und verboten. Durch die verschiedenartigen Belastungsarten der Schiene, insbesondere die Biege- und Zugbeanspruchung, würden vom Laschenloch aus Längs- und Querrisse entstehen, die zu Betriebsgefahren führen können.

Betriebliche Maßnahmen
Brennschnitte an Schienen dürfen nur im gesperrten Gleis ausgeführt werden, um ein Befahren des nicht gesicherten Stoßbereiches auszuschließen. Soll das Gleis nach Ausführung des Brennschnittes noch vor der geplanten Verbindungsschweißung wieder befahren werden, so muss die Trennstelle mit Notlaschenverbindungen gesichert sein (Behelfsstoß). Für das Befahren der Behelfsstöße gelten beschränkte Geschwindigkeiten.
Tags: Schweißen
Jun
03
2008

O.Mensch
Standort Arnstadt. Was konnte mit diesem Gestell verrichtet werden? Es scheint so, dass irgendetwas gegen das Gestell geschoben wurde. Deutlich zu erkennen an den Puffern.


Für eine Antwort in Form eines Kommentars wäre ich dankbar.
Tags: Gleisabschluss
Jun
03
2008

O.Mensch
Hier wurde eine Tunneleinfahrt restauriert.
Vor der Restaurierung:

Nach der Restaurierung:

Tags: Tunnel
Jun
03
2008

O.Mensch
Das Bild wurde in Helmstedt von einem Austellungsfahrzeug der amerikanischen Armee aufgenommen. Die Zeichen sind entweder aus deutscher oder amerikanischer Werkstatt eingeschlagen.
Wer weiß mehr?

Tags: Schlagstempel
Jun
03
2008

T.Schaeffer
Die feststehenden Flügelschienen werden von einer beweglichen, zungenartigen Herzstückspitze berührt, die mit der Beispitze zu einem beweglichen, biegesteifen Rahmen ausgebildet wird. Die Anlage der Herzstückspitze je nach Fahrtrichtung ist fest verschlossen.
Außerdem ist diese Konstruktion umkehrbar; d.h. das im Gegensatz zu oben beschriebenen Konstruktion das Herzstück fest ist und die Flügelschienen beweglich sind. Dabei wird wieder bewirkt, das beim Anliegen der entsprechenden Flügelschiene die Herzstücklücke entfällt. Diese Konstruktion ist aber auffahrbar und deshalb sehr verschleißanfällig, weil bei wiederholtem Auffahren (z.B. bei Rangierfahrten) die Schließvorrichtung schnell erlahmt.


Tags: Herzstück, Weichen