Mai
28
2009

T.Schaeffer
Im Jahre 1940 wurde eine neue Schienenwalze für Eisenbahnschienen hergestellt, um neue Schienen mit einem Walzzeichen zu versehen, das Auskunft über den Hersteller und das Herstellungsjahr gibt.
Da es wahrscheinlich nicht möglich war extra eine neue Walze für das Jahr 1941 anzufertigen, entschied man sich, die Walze vom Vorjahr zu ändern. Wie unten auf dem Bild zu erkennen ist, wurde die Jahreszahl “o” mit einem Strich versehen und mit der Zahl “1″ ergänzt.

Somit wurden Geld, Zeit und wahrscheinlich auch der Stahl zur Herstellung einer neuen Walze eingespart.
Wie wir heute wissen, war zu dieser Zeit (Kriegszeit) Stahl sehr teuer.
Ein sehr interessantes Bild, das uns Herr Schreiber zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!
Gruß
Euer Gleisbau-Blog Team
Mai
17
2009

M.Mueller
… wesentliche Voraussetzung für einen stabilen Oberbau
Ein erheblicher Teil des Instandhaltungsaufwands für den Fahrweg liegt im unzureichenden Unterbau und insbesondere in den Entwässerungsverhältnissen begründet. Die Maschinen zur Unterbausanierung von Plasser&Theurer schaffen eine stabile Basis für den Oberbau.
Ein ungenügend tragfähiger Untergrund stellt ein wesentliches technisches Problem für die Stabilität des Oberbaus und damit die Gleislage dar. Ein enormer Aufwand für die Gleisinstandhaltung ist die Folge, die Lebensdauer des gesamten Oberbaumaterials wird wesentlich verkürzt. Daher verursacht ein schlechter Untergrund enorme Mehrkosten. Die Sanierung von Streckenabschnitten mit Unterbauproblemen ist daher in mehrfacher Hinsicht unbedingt erforderlich.
Der Einbau von Planumsschutzschichten (PSS) gilt als wirkungsvolle Methode zur Erhöhung der Tragfähigkeit des Untergrundes von Gleisanlagen. Optimale Ergebnisse bringt eine PSS, bestehend aus einem Sand-Kies-Gemisch, welches unter das Schotterbett eingebracht und verdichtet wird.
Die gleisgebundene Unterbausanierung
Unterbausanierungen können heute in den meisten Fällen gleisgebunden, mit hochleistungsfähigen Unterbausanierungsmaschinen, in hoher Qualität im Fließbandverfahren in einem Arbeitsgang durchgeführt werden. Dabei sind allerdings große Materialbewegungen für die Abfuhr des Abraumes und die Zufuhr von Neumaterial notwendig. Die Wiederverwendung auf der Baustelle vorhandener Altstoffe und die Verwendung von Geokunststoffen trägt dazu bei, diese Mengen erheblich zu reduzieren.
Mai
13
2009

T.Schaeffer
Hallo Eisenbahnfreunde,
wie wir alle wissen, kann man Eisenbahnschienen für viele Dinge im alltäglichen Leben gebrauchen. Der Eine baut sich Häuserstützen oder Zaunpfähle, der Andere nutzt sie als Denkmal oder Geländer in allen Variationen. Hier mal wieder ein schönes Bild von Herrn Olaf Mensch, ein Toilettenhäuschen gestützt und getragen von Schienen.

Foto: Olaf Mensch
Die vielfältige Auswahl von Möglichkeiten ist grenzenlos. Solltet Ihr auch Bilder haben, auf denen zu erkennen ist, dass es sich um zweckentfremdete Eisenbahnschienen handelt. Schreibt uns und sendet uns das Bild.
Eine weitere Auswahl findet Ihr unter: www.gleisbau-welt.de/site/fotos/kurioses.htm
Gruß
Euer Gleisbau-Team
Apr
15
2009

T.Schaeffer
Die ZSX-Zwillingsschwelle wurde für die folgenden Einsatzgebiete entwickelt:

- Bereiche kleiner Radien mit durchgehend verschweißten Schienen, bei gleichzeitigem Verzicht auf weitere Sicherungsmaßnahmen (z.B.: Schwellenanker, Sicherungskappen)
- Erhöhung der kritischen Verwerfungstemperatur im Gleis

Mit der Entwicklung der ZSX-Zwillingsschwelle wurde vor allem die Rahmensteifigkeit der Schwellenelemente zusammen mit einer uneingeschränkten Nutzung der vorhandenen Stopfmaschinen technisch und wirtschaftlich optimiert.

Der Einsatz der ZSX-Zwillingsschwelle für beliebige Spurweiten und Schwellentypen ist möglich. Es können auch kurze Schwellen, Breitspurschwellen oder Schmalspurschwellen für Mindestradien als ZSX-Zwillingsschwellen gefertigt werden. Wegen seiner hohen horizontalen Gleissteifigkeit eignet sich der ZSX-Oberbau besonders für Gleisabschnitte mit hoher Temperaturbelastung, bei unzureichendem Querverschiebewiderstand und großen Radseitenkräften.
Darüber hinaus kann die ZSX-Zwillingsschwelle auch in Kombination mit allen Regelschwellen verwendet werden.
Durch den Verzicht auf Sicherungskappen in kleinen Radien lassen sich durch die ZSX- Zwillingsschwelle erhebliche Einsparpotenziale bereits beim Bau erzielen.
Die ZSX-Zwillingsschwelle wurde vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) mit dem Schreiben 21.61 lozb (519/05) zur Betriebserprobung mit der Bezeichnung B70 ZSX W-54/W-60 zugelassen.
Bilder und Texte von:
Dipl. –Ing. Markus Ahrens
Leonhard Moll Betonwerke GmbH & Co KG
Mär
21
2009

T.Schaeffer
High Speed Grinding (HSG) basiert auf der Idee Oberflächenfehler an der Schiene in der Entstehung zu entfernen und somit eine tiefer gehende Schädigung der Schiene zu vermeiden. Durch die hohe Arbeitsgeschwindigkeit von über 80km/h ist es möglich mit diesem Verfahren große Streckenabschnitte im Fahrplan zu bearbeiten.
Mit HSG light bietet Stahlberg-Roensch eine Maschine auch für kleinere Streckenabschnitte an. HSH light wird mit einem 2-Wege-Unimog und Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h eingesetzt. Sollte es aus betrieblichen Gründen besser sein, kann das Schleifaggregat auch an andere Trägerfahrzeuge adaptiert werden.

Einsatzgebiete sind beispielsweise das Akustikschleifen, die Beseitigung von Riffelbildung oder die schleiftechnische Bearbeitung des herbstlichen Schierfilms auf der Schiene. Durch das aufrauen der Oberfläche wird hier ein deutlich nachhaltigeres Ergebnis erzielt als beispielsweise beim Spülen mit Wasser.

HSG light bietet durch seinen Aufbau sehr Betriebsschonende Einsatzmöglichkeiten, da für die Bearbeitung der Schienen keine Gleisschaltmittel oder sonstige im Gleis befindliche Anbauten demontiert werden müssen.
Einsatzgebiete:
- Präventives Schienenschleifen zur Vermeidung von Rollkontaktermüdung
- Verriffelung
- zum Akustikschleifen
- Neulagenschleifen
- Laubschmierfilmbeseitigung
Tags: Stahlberg-Roensch
Feb
27
2009

M.Mueller
Als Bettungsreinigungsmaschine mit Neuschotterzufuhr ist die erste RM 80-800 im Sommer 2006 in Betrieb genommen worden. Ein getrennt benutzbarer, angetriebener Anhänger bietet die Möglichkeit, den Baustellenanfang für den Einbau der Räumkette vorzubereiten. Zu diesem Zweck wurden, ein Bagger und ein Kran für den kräfteschonenden Einbau der Räumkette im Maschinenrahmen integriert. Derzeit arbeiten bereits zwei Maschinen dieses Typs erfolgreich in den USA.

RM 80-800

RM 80-800
Tags: Plasser& Theurer
Feb
25
2009

T.Schaeffer
Der japanische Kunststoffspezialist Sekisui entwickelte das Eslon Neo Lumber FFU (Fiber reinforced Foamed Urethane) Kunstholz mit der Vorgabe, Kunstholz für den Gleisbau anbieten zu können, das die gleichen positiven Materialeigenschaften für den Einsatz, die einfache Handhabung und Verarbeitung im Gleisbau wie Naturholz
aufweist. Es sollte annähernd das gleiche spezifische Gewicht wie Naturholz haben, jedoch gegenüber diesem eine wesentlich höhere Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit aufweisen. Hintergrund waren die statistischen Aufzeichnungen der Eisenbahnbetreiber Japans, die zeigten, dass ca. 70 % der Bahnschwellen aus Naturholz aufgrund von Verwitterung (Verfaulen, Zerfall) auszutauschen waren.
Nach einer praktischen Versuchsdauer von fünf Jahren und ausgezeichneter Erfüllung sämtlicher Vorgaben und Anforderungen wird seit 1985 Eslon Neo Lumber FFU von der Japanischen Eisenbahn als Standardprodukt für den Einsatz im Bereich von Stahltragwerken, Weichen, Tunnel sowohl im Schotterbett als auch in der Festen Fahrbahn eingebaut.
Im Jahre 1996 wurden vom Railway Technical Research Institute Kunsthölzer der ersten Versuchsstrecken ausgebaut und an diesen weitere Untersuchungen durchgeführt. Im Zuge dieser wurden Lastwechseluntersuchungen unternommen, die ergaben, dass die Haltbarkeit der Bahnschwellen aus Kunstholz größer 50 Jahre ist. Im Jahre 2004 wurde FFU Kunstholz erstmals in Europa eingesetzt. Die Wiener Linien entscheiden sich aufgrund der technischen Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Komat GmbH für die Verwendung von Eslon Neo Lumber FFU als Brückenhölzer an einem offenen Stahltragwerk in Wien. Bis dato kommt FFU Kunstholz bei weiteren Brückenprojekten der Wiener Linien zum Einsatz.
Quelle: Dr. Günther Koller
Tags: Kunstholzschwelle