Archiv für die Kategorie 'Material'

Jul 26 2010


T.Schaeffer

Überall gibt es Verwendung für alte Eisenbahnschienen

Abgelegt unter Allgemeines, Historisches, Material

An dem Bahnhof in Sankt-Peter Ording haben wir wieder eine Verwendung für Eisenbahnschienen gefunden. Dort wurden kurze Schienenstücke in den Boden gerammt um sie anschließend durch zwei  Bohrungen am oberen Rand und in der Mitte mit einem Draht zu verbinden.

Durch diese Maßnahme sollte erreicht werden, das die Grünfläche nicht betreten wird. Leider sieht man, dass dies nicht funktioniert hat, aber als eine Abgrenzung für den Autoverkehr dient sie schon. Wer weiß wie alt die Schienen schon sind, wenn man genau hinsieht ist ein Walzzeichen fast immer zu erkennen. Manchmal entdeckt man Schienen aus Kriegszeiten oder auch früher.

Geländerpfosten

Geländerpfosten

Solltet ihr weitere Verwendungen von Eisenbahnschienen entdecken, schickt uns eure Bilder, wir freuen uns. Unsere kleine Sammlung ist auf der Gleisbau-Welt.de zu bewundern.

Gruß
Euer Gleisbau-Blog Team

Keine Kommentare

Dez 29 2009


T.Schaeffer

Neutralisation oder Spannungsausgleich

Die Eisenbahngleise werden seit einer gewissen Zeit durchgängig verschweißt, d.h. dass es bei der Eisenbahn auf den Hauptstrecken und auch Nebenstrecken kein Stoßlückengleis (mit parallel liegenden verlaschten Stößen) mehr gibt. So wie es früher einmal dieses typische da-dam-da-dam-Geräusch beim Eisenbahnfahren gab und was jedes Kind kannte.

Schienen brennen

Auf Nebenstrecken, Anschlussbahnen, Hafenbahnen und Parkeisenbahnen wird es auch heute noch Stoßlückengleise geben. Diese Längenveränderung kann auch durch eine Formel ermittelt werden, wo die Schienenlänge, Schienentemperatur, der Ausdehnungskoffizient von Stahl und Temperaturdifferenz mit einfließen muss.

Formel: Δ l = l • ∝ • Δ t

  • Δ l = Längenänderung
  • l = Länge der Schiene in mm
  • ∝ Stahl= Wärmeausdehnungszahl (Ausdehnugskoffizient) von Schienenstahl 0,0000115
  • Δ t = Temperaturänderung vom Ausgangszustand in Grad Celsius

Schaut Euch hier auf der Gleisbau-Welt den ganzen Artikel dazu an. Viel Spaß!

Euer Gleisbau-Welt Team

Keine Kommentare

Dez 06 2009


T.Schaeffer

Die Wärmeschwelle (Heißläuferortungsanlage)

Diese in einem Schwellenkasten versteckte Anlage, dient dazu eine Erwärmung von Radsatzlagern bei Schienenfahrzeugen festzustellen und laut Auskunft der Deutschen Bahn AG gibt es derzeit ca. 500 Stück dieser Anlagen im Netz.

Wärmeschwelle (Heißläuferortungsanlage)

Wärmeschwelle (Heißläuferortungsanlage)

Diese Schwellenkästen sind aber von weiten erkennbar, da man diese gelben Anlagen auf der Oberfläche einer Schwelle montiert hat. Ein Defekt im inneren eines Radsatzlagers durch eine unzulässige Erwärmung kann zu weiteren und größeren Ausfällen führen.

Wollt ihr mehr darüber erfahren schaut hier.

Gruß
Thorsten

Keine Kommentare

Mai 28 2009


T.Schaeffer

Keine Zeit oder kein Geld für eine neue Schienenwalze?

Im Jahre 1940 wurde eine neue Schienenwalze für Eisenbahnschienen hergestellt, um neue Schienen mit einem Walzzeichen zu versehen, das Auskunft über den Hersteller und das Herstellungsjahr gibt.
Da es wahrscheinlich nicht möglich war extra eine neue Walze für das Jahr 1941 anzufertigen, entschied man sich, die Walze vom Vorjahr zu ändern. Wie unten auf dem Bild zu erkennen ist, wurde die Jahreszahl “o” mit einem Strich versehen und mit der Zahl “1″ ergänzt.

Walzzeichenänderung

Somit wurden Geld, Zeit und wahrscheinlich auch der Stahl zur Herstellung einer neuen Walze eingespart.
Wie wir heute wissen, war zu dieser Zeit (Kriegszeit) Stahl sehr teuer.

Ein sehr interessantes Bild, das uns Herr Schreiber zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!

Gruß
Euer Gleisbau-Blog Team

Keine Kommentare

Apr 15 2009


T.Schaeffer

Die ZSX-Zwillingsschwelle aus Beton

Die ZSX-Zwillingsschwelle wurde für die folgenden Einsatzgebiete entwickelt:

zsx-2

  • Bereiche kleiner Radien mit durchgehend verschweißten Schienen, bei gleichzeitigem Verzicht auf weitere Sicherungsmaßnahmen (z.B.: Schwellenanker, Sicherungskappen)
  • Erhöhung der kritischen Verwerfungstemperatur im Gleis

jd6006293

Mit der Entwicklung der ZSX-Zwillingsschwelle wurde vor allem die Rahmensteifigkeit der Schwellenelemente zusammen mit einer uneingeschränkten Nutzung der vorhandenen Stopfmaschinen technisch und wirtschaftlich optimiert.

zsx-1

Der Einsatz der ZSX-Zwillingsschwelle für beliebige Spurweiten und Schwellentypen ist möglich. Es können auch kurze Schwellen, Breitspurschwellen oder Schmalspurschwellen für Mindestradien als ZSX-Zwillingsschwellen gefertigt werden. Wegen seiner hohen horizontalen Gleissteifigkeit eignet sich der ZSX-Oberbau besonders für Gleisabschnitte mit hoher Temperaturbelastung, bei unzureichendem Querverschiebewiderstand und großen Radseitenkräften.

Darüber hinaus kann die ZSX-Zwillingsschwelle auch in Kombination mit allen Regelschwellen verwendet werden.

Durch den Verzicht auf Sicherungskappen in kleinen Radien lassen sich durch die ZSX- Zwillingsschwelle erhebliche Einsparpotenziale bereits beim Bau  erzielen.

Die ZSX-Zwillingsschwelle wurde vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) mit dem Schreiben 21.61 lozb (519/05) zur Betriebserprobung mit der Bezeichnung B70 ZSX W-54/W-60 zugelassen.

Bilder und Texte von:
Dipl. –Ing. Markus Ahrens
Leonhard Moll Betonwerke GmbH & Co KG

Keine Kommentare

Mär 04 2009


M.Mueller

Gornergratbahn in der Schweiz

Abgelegt unter Bilder & Filme, Material, Weichen

Die Gornergratbahn (GGB) ist eine elektrisch betriebene Zahnradbahn auf den Gornergrat in der Monte-Rosa-Region in der Schweiz und ist hinter der Jungfraubahn die zweithöchste Bergbahn in Europa. Der Gornergrat ist ein Ausflugsziel, das eine Rundumsicht auf Monte Rosa und Matterhorn bietet und zudem ein beliebtes Wintersportgebiet ist.

Weitere Infos: www.gornergrat.ch

Foto K. Zingg:

gornergratbahn1

Y-Stahlschwellen mit Schienenprofil 46E1, ex SBB I, (46 kg/m). Zahnstange nach System "Abt", Lamellen 33 mm breit mit Zahnteilung 120 mm, je Lamelle 1/2 versetzt 60 mm.

gornergratbahn2

EW C - 80 - 1:7 im Schienenprofil C (30,1 kg/m, Fussbreite 92 mm, Höhe 118 mm) - das Profil wird seit Mitte der 1980-er Jahre nicht mehr gewalzt. Lamellenstärke 25 mm. Einbaujahr der Weichen 1986

Keine Kommentare

Feb 25 2009


T.Schaeffer

Kunstholzschwelle von SEKISUI

Der japanische Kunststoffspezialist Sekisui entwickelte das Eslon Neo Lumber FFU (Fiber reinforced Foamed Urethane) Kunstholz mit der Vorgabe, Kunstholz für den Gleisbau anbieten zu können, das die gleichen positiven Materialeigenschaften für den Einsatz, die einfache Handhabung und Verarbeitung im Gleisbau wie Naturholz
aufweist. Es sollte annähernd das gleiche spezifische Gewicht wie Naturholz haben, jedoch gegenüber diesem eine wesentlich höhere Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit aufweisen. Hintergrund waren die statistischen Aufzeichnungen der Eisenbahnbetreiber Japans, die zeigten, dass ca. 70 % der Bahnschwellen aus Naturholz aufgrund von Verwitterung (Verfaulen, Zerfall) auszutauschen waren.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Nach einer praktischen Versuchsdauer von fünf Jahren und ausgezeichneter Erfüllung sämtlicher Vorgaben und Anforderungen wird seit 1985 Eslon Neo Lumber FFU von der Japanischen Eisenbahn als Standardprodukt für den Einsatz im Bereich von Stahltragwerken, Weichen, Tunnel sowohl im Schotterbett als auch in der Festen Fahrbahn eingebaut.
Im Jahre 1996 wurden vom Railway Technical Research Institute Kunsthölzer der ersten Versuchsstrecken ausgebaut und an diesen weitere Untersuchungen durchgeführt. Im Zuge dieser wurden Lastwechseluntersuchungen unternommen, die ergaben, dass die Haltbarkeit der Bahnschwellen aus Kunstholz größer 50 Jahre ist. Im Jahre 2004 wurde FFU Kunstholz erstmals in Europa eingesetzt. Die Wiener Linien entscheiden sich aufgrund der technischen Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Komat GmbH für die Verwendung von Eslon Neo Lumber FFU als Brückenhölzer an einem offenen Stahltragwerk in Wien. Bis dato kommt FFU Kunstholz bei weiteren Brückenprojekten der Wiener Linien zum Einsatz.

Quelle: Dr. Günther Koller

Keine Kommentare

Ältere Einträge »