Jun 10 2008
Abstecken von Geraden mit Fluchtstäben
Zur Kennzeichnung von Messpunkten beim Abstecken von Gebäude - Grundrissen, Straßen und Kanälen werden Fluchtstäbe verwendet.
Die Fluchtstäbe bestehen aus Holz, sind etwa 2 m lang und durch rote und weiße Farbfelder von 50 cm Länge gekennzeichnet. Die Stäbe haben diese farbliche Kennzeichnung unterschiedlich, da man sie dann beim Fluchten farblich (rot/weiß) gut einfluchten kann. Eine Stahlspitze am unteren Stakende dient zum Einrammen in den Boden. Fluchtstäbe werden senkrecht über Messpunkten aufgesteckt. Bei langen Messlinien ist es erforderlich, weitere Fluchtstäbe zwischen die aufgesteckten Stäbe in die Gerade einzuweisen, diese nennt man dann Zwischenpunkte.
Zum Einfluchten eines Stabes stellt sich der Einweisende einige Meter hinter einem Fluchtstab der Messlinie auf. Durch Zuruf oder Handzeichen weist er den Fluchtstab seines Helfers in die Gerade ein, indem er an den Stäben seitlich entlang schaut.
Zum Abstecken einer Messungslinie ist es erforderlich, dass die Fluchtstäbe genau senkrecht stehen. Zum Senkrechtstellen der Stäbe verwendet man ein Senklot oder eine Dosenlibelle. Das Senklot besteht aus einem meist kegelförmigen Metallkörper, der zentrisch an einer Schnur aufgehängt ist. Die Fluchtstäbe werden nach der senkrecht gespannten Schnur des frei hängenden Lotes mehrseitig ausgerichtet.
Außerdem können auch so genannte Lattenrichter (mit Dosenlibelle) zur Anwendung kommen. Das sind kleine Wasserwaagen von etwa 12 cm Länge, die zum Senkrechtstellen von Fluchtstäben und Nivellierlatten und zu Waagerechthalten von Messstangen verwendet werden. Lattenrichter haben in einer schmalen Längsseite eine durchgehende Einkerbung zum Anlegen an Stäbe. In der anderen Längsseite ist eine Röhrenlibelle, in einer Stirnseite eine Dosenlibelle eingelassen.

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