Aug 05 2008
Schienenbrüche
Schienenbruch am Schweißstoß
Hier ist genau neben dem Schweißstoß die Schiene gerissen. Typisch an dieser Stelle, da sich das Gefüge an dieser Stelle durch das Schweißen verändert hat.

Laschenkammerriss
Hier wurde in einer alten Schiene ein Laschenloch gebrannt, um sie mit einer neuen Schiene vorrübergehend zu verschrauben. Die Schiene ist aber durch das Brennschneiden genau im Steg gerissen und war so nicht mehr zu verschrauben.

Senkrechter Längsriss
Diese Risse trennen den Schienenkopf allmählich in zwei Teile längs einer zum Schienensteg parallelen Ebene. Sobald der Fehler die Lauffläche erreicht, wird er auf dieser als schwarze Linie sichtbar. Man beobachtet dann eine Einsenkung der Lauffläche und eine Verbreiterung des Schienenkopfes, die der Breite des Risses entspricht.
Nierenbruch
Die allmähliche Querrissbildung inneren Ursprungs entwickelt sich aus einem im Inneren des Schienenkopfes liegenden Punkt oder Kern, einem waagerechten Riss oder sehr selten einer tiefen Abblätterung der Fahrkante. Die charakteristische Form dieser allmählichen Rissbildung gab ihr den Namen “Nierenbruch”. Nicht zu verwechseln mit einer Querrissbildung unter Auftragsschweißungen, und nicht zu verwechseln mit einer allmählichen Querrissbildung an Schweißstellen. Nach längerer oder kürzerer Zeit erreicht der Riss die Peripherie des Schienenkopfes. Später wird der Riss an den Seitenflächen des Schienensteges sichtbar. Der Bruch steht dann unmittelbar bevor.
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