Archiv für das Tag 'Unterbau'

Jun 25 2008


M.Mueller

Der Anschnitt

Abgelegt unter Gleisbau

Die früheren Bezeichnungen von Anschnitten charakterisiert deren Besonderheiten: “Halbeinschnitt und Halbdamm“. Bahntrassen an stark geneigten Hängen der Mittel- oder Hochgebirge werden häufig in dieser Form angelegt. Ein wichtiger Gesichtspunkt für die Entwicklung dieser Erdkörperkonstruktionen war die Schwierigkeit, große Erdmassen in diesen unwegsamen Regionen zu transportieren. Also löste man die Hälfte der benötigten Masse aus dem Hang heraus und benutzte diese anschließend zum Aufschütten des Halbdammes. Ideal wird dieses Verhältnis, wenn Aushub und Anschüttung massengleich sind. Doch auch ein geringfügiger Massenzutransport rechtfertigt das Anlegen von Anschnitten. Ist der anstehende Boden normal bindig, muss auch die Neigung des Aushubes in einer Neigung um 1 : 1,5 liegen. Nur bei felsigem Boden sind steilere Neigungen gerechtfertigt, es sei denn, man fängt den Hang wieder durch eine Stützmauer ab. Stützmauern oder Trockenmauern können auch an der Dammseite des Anschnittes angeordnet werden. Die Neigung von Trockenmauern beträgt 1 : 0,5 bis 1 : 0,2.

Der Anschnitt

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Mai 20 2008


M.Mueller

Der Unterbau

Abgelegt unter Gleisbau

Mit dem Begriff Unterbau bezeichnet man die Gesamtheit der Konstruktionen, die die Kräfte aus dem Oberbau sicher aufnehmen. Dazu gehören neben den klassischen Formen des Erdkörpers (Geländegleiche, Damm, Einschnitt und Anschnitt) auch eine Reihe von Kunstbauten (z.B. Stützmauern, Flügel- und Futtermauern, Brücken, Überführungsbauwerke und Durchlässe). Alle diese Unterbaukonstruktionen haben eine Hauptaufgabe: Die sichere Aufnahme aller Lasten aus dem auf ihnen ruhenden Oberbau. Bei Erdkörpern wird die Fläche, auf denen der Oberbau aufgebracht wird, Planum genannt. Aus Gründen der sicheren Abführung des Oberflächenwassers ist das Planum dach- oder pultförmig im Verhältnis
1 : 20 geneigt.

Die Geländegleiche

Gleisanlagen in der Geländegleichen findet man ausschließlich in Bahnhöfen. Freie Strecken werden, auch wenn sie im Flachland liegen, immer auf einem – wenn auch sehr niedrigen - Damm angelegt. Wichtig für die Geländegleiche – wie generell für alle Unterbaukonstruktionen – ist die Entwässerung der Bahnanlage. Da der Oberbau wasserdurchlässig ist, fällt allein dem Unterbau die Aufgabe der sicheren Ableitung des Oberflächenwassers zu. In Bahnhofsanlagen werden dazu Sickerschächte, Rigolen (verschiedene Bodenschichten über die normale Bearbeitungstiefe hinaus lockern und mischen) und Drainagen angelegt. Alle diese Bauteile liegen unter der Erdoberfläche, sind also für den Betrachter nicht zu sehen. Nur Gräben am Rande des Bahnhofareals weisen sichtbar auf Entwässerungsanlagen hin. Zu sehen sind nur die Kanalisations-Einläufe oder Kanaldeckel zwischen den Gleisen.

Überall dort, wo sich Senken, Löcher oder andere Vertiefungen in Gelände bilden, sammelt sich Wasser, das abgeleitet werden muss.

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